Löten lernen: Ausrüstung und Bausätze für den Einstieg
Löten ist die Fähigkeit, die aus einem Steckaufbau ein dauerhaftes Gerät macht, und sie ist an einem Nachmittag gelernt. Du brauchst einen Lötkolben mit einstellbarer Temperatur, Lötzinn mit Flussmittelseele, einen Seitenschneider und eine hitzefeste Unterlage.
So gelingt eine Lötstelle:
- Spitze reinigen und mit etwas Zinn benetzen
- Lötauge und Bauteilbein gleichzeitig ein bis zwei Sekunden erwärmen
- Zinn an die Lötstelle führen, nicht an die Spitze
- Zinn wegnehmen, dann den Kolben, und nicht wackeln
Eine gute Lötstelle glänzt und hat die Form eines kleinen Kegels. Zum Üben eignen sich Löt-Bausätze mit bedrahteten Bauteilen, etwa ein Lauflicht oder eine Uhr; Fehler lassen sich mit Entlötlitze korrigieren. Sorge für frische Luft, trage eine Schutzbrille und lege den heissen Kolben immer in den Ständer. Kinder löten nur unter Aufsicht von Erwachsenen.
























Häufige Fragen
Welche Temperatur stelle ich am Lötkolben ein?
Für bleifreies Lötzinn sind etwa 330 bis 360 °C ein brauchbarer Ausgangswert, für bleihaltiges rund 300 bis 330 °C. Grosse Masseflächen brauchen etwas mehr. Zu hohe Temperaturen lassen das Flussmittel verbrennen und lösen Leiterbahnen ab.
Welches Lötzinn eignet sich für Elektronik?
Nimm Lötdraht mit Flussmittelseele und 0,6 bis 0,8 mm Durchmesser. Bleifreie Legierungen aus Zinn und Kupfer oder Zinn, Silber und Kupfer sind üblich. Lötwasser und Lötfett aus dem Sanitärbereich sind für Elektronik ungeeignet.
Welcher Bausatz passt für die ersten Lötversuche?
Wähle einen Bausatz mit bedrahteten Bauteilen, wenigen ICs und gut beschrifteter Platine. LED-Blinker, Würfel und einfache Uhren sind typische Einsteigerprojekte. SMD-Übungsplatinen kommen danach.
Was mache ich, wenn eine Lötstelle misslingt?
Gib etwas frisches Zinn oder Flussmittel dazu und erwärme die Stelle erneut. Zu viel Zinn nimmst du mit Entlötlitze oder einer Entlötpumpe weg. Prüfe danach mit dem Multimeter, ob zwischen benachbarten Pins kein Kurzschluss besteht.