Mikrocontroller im Vergleich: welches Board passt zu deinem Projekt?
Welches Board das richtige ist, entscheidet dein Projekt. Die fünf verbreiteten Familien unterscheiden sich vor allem bei Logikpegel, Funk und Rechenleistung:
- UNO-, Nano- und Mega-kompatibel (ATmega): 5 V, robust, riesige Auswahl an Anleitungen und Shields; wenig Speicher, kein Funk
- ESP32: 3,3 V, WLAN und Bluetooth, zwei Kerne, viel Speicher; die erste Wahl für vernetzte Geräte
- ESP8266: 3,3 V, nur WLAN, wenige Pins; genügt für einfache Sensoren und Schalter
- STM32: 3,3 V, viele Timer und Schnittstellen, kein Funk; für Regelungen und Messtechnik
- Raspberry Pi Pico (RP2040): 3,3 V, zwei Kerne, angenehm mit MicroPython; die W-Variante hat WLAN
Für den Einstieg in Schaltungen und Programmierung ist ein UNO-kompatibles Board unkompliziert, weil 5-V-Module direkt passen. Dazu passt unser Arduino-Kurs mit 40 Levels. Sobald Daten ins Netzwerk sollen, wechselst du zum ESP32. Denke bei 3,3-V-Boards an Pegelwandler für 5-V-Sensoren.
























Häufige Fragen
Welcher Mikrocontroller eignet sich für Anfänger?
Ein UNO-kompatibles Board ist ein unkomplizierter Start: 5 V, klare Pinbeschriftung und sehr viele Anleitungen. Wer gleich mit WLAN arbeiten möchte, nimmt ein ESP32-DevKit. Für MicroPython bietet sich der Raspberry Pi Pico an.
Was ist der Unterschied zwischen Mikrocontroller und Raspberry Pi?
Ein Mikrocontroller führt ein einzelnes Programm ohne Betriebssystem aus und startet sofort. Ein Raspberry Pi 4 oder 5 ist ein Linux-Computer mit Desktop, Dateisystem und Netzwerkdiensten. Der Raspberry Pi Pico gehört trotz des Namens zu den Mikrocontrollern.
Kann ich alle diese Boards mit der Arduino IDE programmieren?
Ja, für ESP32, ESP8266, STM32 und RP2040 gibt es Board-Pakete, die du im Boardverwalter nachinstallierst. Viele Bibliotheken funktionieren auf allen Plattformen. Unterschiede gibt es bei Pinnummern, Timern und der Auflösung der Analogeingänge.
Was bedeutet 3,3 V und 5 V Logikpegel?
Der Logikpegel gibt an, welche Spannung ein Pin als High ausgibt und höchstens als Eingang verträgt. Ein 5-V-Signal an einem 3,3-V-Eingang kann den Chip beschädigen. Zwischen beiden Welten vermittelt ein Pegelwandler oder ein Spannungsteiler.