Raspberry Pi Alternativen: Orange Pi, Banana Pi und Radxa ROCK im Vergleich
Neben dem Raspberry Pi gibt es eine Reihe weiterer Einplatinencomputer, die in einzelnen Punkten anders ausgestattet sind. Ob sich ein Wechsel lohnt, hängt vom Einsatzzweck ab.
- Orange Pi: breite Modellpalette mit Rockchip- und Allwinner-Chips. Die 5er-Reihe mit RK3588 bietet bis 16 GB RAM, M.2-Steckplatz und beim 5 Plus zwei 2,5-Gigabit-Ports.
- Banana Pi: Schwerpunkt auf Router-Boards mit mehreren Ethernet-Ports und SFP-Käfigen für OpenWrt, dazu klassische Boards mit eMMC.
- Radxa ROCK: Rockchip-Boards mit eMMC-Sockel und M.2, von der Zero-Grösse bis zum ROCK 5 ITX fürs PC-Gehäuse.
Der wichtigste Unterschied liegt bei der Software. Für den Raspberry Pi gibt es die grösste Auswahl an Anleitungen, Images und fertig getestetem Zubehör. Bei den Alternativen solltest du vorab prüfen, ob es für das genaue Modell ein gepflegtes Image gibt, etwa vom Hersteller oder von Armbian. HATs passen mechanisch oft, brauchen aber angepasste Treiber. Wer gezielt NVMe, viel RAM oder mehrere Netzwerkports sucht, findet hier passende Boards.











![[ABJZ] Für Orange Pi 5 Plus Aluminiumgehäuse, aktiver passiver Metallkühler mit Lüfter, Kühlkörper](https://microshop.ch/pimg/S19bc35f2703f49c1bf731b0b7849017cL.jpg)












Häufige Fragen
Läuft Raspberry Pi OS auf Orange Pi, Banana Pi oder Radxa?
Nein, Raspberry Pi OS ist auf die Hardware des Raspberry Pi zugeschnitten. Für die anderen Boards nutzt du die Images des Herstellers oder Distributionen wie Armbian und Debian. Die Bedienung ist ähnlich, weil alle auf Linux aufbauen.
Passen Raspberry-Pi-HATs auf diese Boards?
Viele Boards haben eine 40-polige Leiste mit gleicher Anordnung von Versorgung, I2C, SPI und UART. Mechanisch passen HATs daher oft. Die Software muss jedoch die anderen GPIO-Nummern und Treiber kennen, was nicht bei jedem HAT gegeben ist.
Für wen lohnt sich eine Alternative zum Raspberry Pi?
Für Projekte mit besonderen Anforderungen: ein Router mit mehreren Netzwerkports, ein kleiner NAS mit NVMe-SSD oder ein Board mit 16 GB RAM. Etwas Linux-Erfahrung ist hilfreich. Für die ersten Schritte ist der Raspberry Pi wegen der vielen Anleitungen einfacher.
Welches Netzteil brauchen diese Boards?
Das unterscheidet sich je nach Modell. Einige erwarten 5 V mit 4 A über USB-C, andere handeln per Power Delivery 9 bis 20 V aus, Router-Boards nutzen oft 12 V über eine Hohlbuchse. Massgebend sind die Angaben zum jeweiligen Board.