Wetterstation selber bauen
Eine eigene Wetterstation ist ein dankbares Projekt, weil sie klein anfängt und mitwächst. Die Grundversion besteht aus einem ESP32 und einem BME280, der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck über I2C liefert. Die Werte erscheinen auf einem Display, auf einer Webseite im Heimnetz oder in deiner Smart-Home-Zentrale.
Bausteine, mit denen du erweitern kannst:
- DS18B20 in wasserdichter Hülse für Boden- oder Wassertemperatur
- BH1750 für die Helligkeit
- E-Paper- oder OLED-Display für die Anzeige im Wohnraum
- Solarpanel, Laderegler und 18650-Zelle für den Aussensensor
- RTC und microSD-Modul für einen Datenlogger ohne WLAN
Für brauchbare Messwerte zählt der Standort: Der Sensor gehört in den Schatten, gut belüftet und vor Regen geschützt, zum Beispiel in ein Lamellengehäuse. Direkt neben dem ESP32 misst er dessen Abwärme mit. Lass das Board zwischen den Messungen im Tiefschlaf, dann reicht auch eine kleine Solarzelle.
























Häufige Fragen
Welcher Sensor eignet sich für eine Wetterstation?
Der BME280 misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in einem Baustein und wird über I2C angeschlossen. Achte auf die genaue Bezeichnung: Der ähnlich aussehende BMP280 erfasst keine Luftfeuchtigkeit. Als Alternative für Temperatur und Feuchte bieten sich SHT31 und AHT20 an.
Wie schütze ich den Aussensensor vor Regen?
Bewährt hat sich ein Lamellengehäuse, das Luft durchlässt, Regen und direkte Sonne aber abhält. Die Elektronik sitzt in einer separaten, dichten Box mit Kabelverschraubung. Ein vollständig verschlossener Sensor würde nur die Luft im Gehäuse messen.
Kann die Wetterstation mit Solarstrom laufen?
Ja, mit Solarpanel, Laderegler und Li-Ion-Zelle. Entscheidend ist ein sparsames Programm: Der ESP32 wacht alle paar Minuten auf, misst, sendet und schläft wieder. Im Winter fällt der Ertrag geringer aus, plane das Panel entsprechend grösser.
Wie kann ich Wind und Regen messen?
Dafür gibt es mechanische Sensoren: ein Schalenanemometer liefert Impulse pro Umdrehung, ein Kippwaagen-Regenmesser Impulse pro Wassermenge. Beide zählst du mit einem Interrupt-Pin. Sie sind grösser und teurer als die übrigen Sensoren und lassen sich später nachrüsten.